ERP LOGISTICS

Zentrale Datendrehscheibe ERP

Der Trend-Check 2021

Digitale Transformation lautet das Schlagwort der Stunde, hinter dem eine Reihe von Technologien steht, deren Relevanz für die Unternehmens-IT im aktuellen Trend-Check des Bitkom näher beleuchtet wird. Der Bundesverband stellt in seiner Publikation ERP-Systeme ins Zentrum der Digitalisierung und macht in diesem Zusammenhang elf Trend-Themen aus, darunter: Integration und Industrie 4.0.

ERP-Systeme spielen im Rahmen der Digitalisierung eine wichtige Rolle: als zentrale Datendrehscheibe verbinden sie verschiedene Systeme und Prozesse in Unternehmen. Die Integration, d.h. die Verknüpfung von Daten, Systemen, Programmen, Geräten oder Netzwerken ist deshalb ein wesentlicher Aspekt der Digitalisierung.

ERP-Systeme sind und bleiben der entscheidende Prozess- und Daten-Hub in den Unternehmen. Sie organisieren betriebswirtschaftliche Abläufe und stellen sie in einen Kontext. Durchgängig digitalisierte Prozesse stellen dem Waren- und Datenfluss einen entsprechenden Wertefluss gegenüber – etwa für die Kalkulation, das Controlling oder Abrechnungen.

Digitale Rechnungsstellung

ERP-Systeme können als Synonym zur Digitalisierung verstanden werden: Durch die unternehmensweite und abteilungsübergreifende Integration von Geschäftsprozessen haben sich Abläufe von rein papierbasierten, manuellen Verfahren zu überwiegend digitalen und damit papierlosen Prozessen entwickelt. Der vielfach noch verbreitete Rechnungsversand per Post wird Datenaustauschformate wie XML oder ZUGFeRD zum Auslaufmodell.

Industrie 4.0

Ein Ergebnis des digitalen Zeitalters: Die vernetzte und verbundene Welt. Im Zusammenhang mit dem Thema Industrie 4.0 hat Kommunikation nicht nur mit Menschen zu tun, sondern auch mit Maschinen. Ohne ERP-Systeme als zentrale Softwareplattform und integrierendes Element werden Ansätze zu Industrie 4.0 Insellösungen bleiben. So sind ERP-Systeme im Kontext von Industrie 4.0 als Integrations-Hub anzusehen, die „Connected World“ mit smarten Objekten verbindet. Dabei filtert und klassifiziert das ERP-System Daten und gibt sie an die nachgeordneten Systeme weiter. Neben dieser Rolle als Datendrehscheibe fungiert das ERP auch als eine Art Dolmetscher, indem es zusätzliche semantische Informationen mitliefert, um die Daten im Sinne von Kontext, Status und Prognosen interpretieren zu können.

Zudem integriert ERP-Software horizontal und vertikal, sprich: unternehmensintern und -übergreifend und orchestriert deren Zusammenspiel mit Hilfe der hinterlegten Geschäftslogik. Hinzu kommt die vertikale Integrationsleistung von ERP-Systemen sowohl nach oben in die Connected World, zu PLM-Funktionen und anderen Plattformen, als auch nach unten zu den Manufacturing Execution Systems (MES-Systemen) auf der Fertigungsebene.