Realisierte ERP-Projekte
Modus Consult AG
MODUS Furniture
Kunde
fm Büromöbel
Fertigstellung
18.05.2005
Land
Deutschland
Branche
- Möbel
Beschreibung
Aufgabenstellung
Neue IT-Strategie für die Aufgaben der Zukunft Prozessoptimierung durch MODUS FURNITURE
Bei der fm Büromöbel GmbH & Co. KG wird das ERP-System Microsoft Dynamics NAV in der Releaseversion 4.0 mit der Branchenlösung MODUS FURNITURE eingeführt. Das bidirektional gekoppelte grafische Planungssystem wird als integriertes Gesamtsystem entlang der gesamten Prozesskette übergreifend in der kompletten Unternehmensgruppe implementiert.
Folgende Module kommen dabei zum Einsatz: Einrichtungsplanung, Angebots- und Auftragsbearbeitung, Einkauf/Disposition, Tourenplanung, Produktion, Montage, Reklamationsbearbeitung, Marketing/CRM und Finanzbuchhaltung. Die vorhandenen Systeme werden hinsichtlich der Kernprozesse vollständig durch die neue Lösung
ersetzt.
> Zielgerichtete Projektabwicklung > Zunächst hat MODUS Consult als IT-Partner eine gründliche Analyse mit ganzheitlicher Prozesssicht vorgenommen. Danach erfolgte eine Gliederung in separat abnehmbare Teilprojekte und Teilfunktionen. Dabei wurde eine klare Trennung nach „Must-Have-“ und „Nice-to-Have-Projekten“ realisiert. Die Projektentwicklung bei fm Büromöbel erfolgt systematisch und stufenweise. Das Projektteam arbeitet mit einem anschaulichen Prototyping mit intensiver Einbindung und Schulung der Key-User.
> Entscheidung für MODUS FURNITURE > Aufgrund der Flexibilität und Marktstärke des Basissystems Microsoft Dynamics™ einerseits sowie der bedarfsgerechten, ebenfalls sehr flexibel anpassbaren Branchenlösung MODUS FURNITURE andererseits, fiel die Entscheidung eindeutig zugunsten Microsoft Dynamics™ und MODUS Consult. Des Weiteren überzeugte fm Büromöbel das detaillierte Branchen-Know-how im Bereich der Möbelindustrie.
> Varianten-Datenmodell als Kern des Gesamtsystems > Der Klassifikation des Teilespektrums in geeignete Teileklassen und der damit verbundenen Parametrisierung der Klassen und Stücklisten über Sachmerkmale und zugehörige Formeln und Regeln zur flexiblen Bildung von Artikelvarianten und Fertigungsstücklisten kommt im Hinblick auf die Erreichung der übergeordneten Projektziele besondere Bedeutung zu. Hier sind Kenntnisse und Erfahrungen der systematischen Klassifikation und Sachmerkmalsdefinition sowie der relationalen Datenmodellierung für eine systematische und effiziente Vorgehensweise entscheidend. Die branchenund firmenspezifischen Detailanforderungen werden durch gezielte Befragung der Key-User in das Variantenmodell eingebracht.
> Hierarchische Gliederung des Teilespektrums in Teileklassen > Am Anfang steht die hierarchische Gliederung des Teilespektrums in geeignete Teileklassen. Die Gliederung erfolgt mit Fokus auf eine variantengesteuerte Auftragserfassung anhand geeigneter Unterlagen wie z. B. Preislisten. Dabei sollen durchaus vorhandene Vorteile des Ist-Zustandes wie die Auftragserfassung von Standardmodellen anhand fester Verkaufsartikel mit vorbelegten Parametern erhalten bleiben, bei gleichzeitiger Steigerung der Flexibilität im Bereich der Variantenbildung. Die Kunst besteht darin, einen geeigneten Migrationspfad zu entwickeln, der die Vorteile des Vorhandenen mit denen des Neuen möglichst effizient zur Erreichung der übergeordneten Ziele verbindet. Zunächst werden die Verkaufsartikel klassifiziert. Die Parametrisierung sollte dabei die am Markt geforderten bzw. realistisch vorhersehbaren Varianten abbilden, damit die Parametrisierung überschaubar und pflegbar bleibt. Direkt von den Verkaufsartikeln abhängige Zukaufartikel- Varianten, die sich in der Variantenstückliste des Verkaufsartikels befinden, sollten ebenfalls klassifiziert und parametrisiert werden, um das Variantenmodell durchgängig in allen Unternehmensbereichen, also z. B. auch in Einkauf/ Disposition, nutzen zu können.
> Regeln und Zielsetzungen für die Gliederung in Teileklassen > Das Teilespektrum wird bei fm Büromöbel so in Teileklassen gegliedert, dass hinreichend ähnliche Artikel jeweils genau einer Teileklasse zugeordnet werden können. Die Gliederung erfolgt im Wesentlichen nach dem geometrisch/technologischen Aufbau, dem Design, der Ausstattung sowie der Berücksichtung fertigungsrelevanter Parameter. In den Teileklassen werden die zugeordneten Artikel durch einen Satz an Merkmalen so beschrieben, dass nur wenige bis keine Merkmale unbelegt bleiben. (minimale Anzahl identifizierender Merkmale pro Klasse, d. h. ein möglichst kurzer Schlüssel in der Datenbank).
> Bildung der Teileklassen > Aus den Zielen abgeleitet ergibt sich ein Klassenbaum, aus dem zumindest für die oberste Hierarchiestufe wegen der Unterschiedlichkeit der enthaltenen Elemente (Artikel) und deren Merkmale separate Teileklassen gebildet werden sollten. Für die untergeordnete Hierarchiestufen sollte jeweils nur dann eine separate Teileklasse gebildet werden, wenn die Parametrisierung durch die Sachmerkmale sehr unterschiedlich sein muss. Ist dies nicht der Fall, erfolgt die Unterscheidung einfach durch ein Sachmerkmal auf der übergeordneten Hierarchiestufe, z. B. im Fall der Teileklasse „Container“ durch das Merkmal „Containertyp“, wobei die Auswahltabelle für das Merkmal dann die untergeordneten Begriffe enthält. Die zentrale Definition von Gliederungsstrukturen, Namenskonventionen und Regeln sowie die Durchsetzung der Einhaltung sind für eine langfristig wirtschaftliche Nutzung sehr wichtig. Dies ist eine organisatorische Herausforderung, die bei der Konzeption und Planung sofort berücksichtigt werden muss.
> Blick in die Zukunft > Nach dem Echtstart der Finanzbuchhaltung und dem anschließenden Echtstart der Warenwirtschaft wird fm Büromöbel zunächst die neu erworbenen und eingeführten Module intensiv als Werkzeuge zur stetigen Prozessoptimierung nutzen. Darüber hinaus werden alle Unternehmensstandorte angebunden und in 2007 die Online- Anbindung mit Fertigungsrückmeldung in der Produktion realisiert. Eine EDI-Integration ist bei Bedarf ebenfalls geplant. In einer weiteren Stufe werden die Prozesse übergreifend - auch über das „klassische ERP“ hinaus - mit einem integrierten Dokumenten- und Workflow-Managementsystem mit bidirektionaler Kopplung zu Microsoft Dynamics ™ NAV weiter optimiert. So wird bei den QM-zertifizierten Prozessen zunehmend papierlos gearbeitet und somit weniger zeit- und kostenaufwändig. Die Teammitglieder sind sich einig, dass es im Projekt keine Langeweile geben wird – denn Stillstand wäre Rückschritt, und das passt ganz und gar nicht zu einem progressiven Unternehmen wie fm-Büromöbel.





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