Realisierte ERP-Projekte

PSIPENTA Software Systems GmbH

Schwarzmüller GmbH: Auf dem Weg zu einer integrierten Gesamtlösung

Kunde

Schwarzmüller GmbH

Fertigstellung

01.01.2001

Land

Österreich

Branche

  • Automobil

Beschreibung

Aufgabenstellung

Nach 15 Jahren mit selbstprogrammierter Software musste die Geschäftsführung der Schwarzmüller GmbH nach Alternativen suchen. Mit der ERP-Software PSIpenta wird man nun den gewachsenen Anforderungen in Produktion und Verwaltung gerecht. Mit dem stetig wachsenden Geschäftsvolumen muss auch die Verwaltung und Organisation Schritt halten.

Seit Mitte der achtziger Jahre verwendete man ein individuelles, selbstprogrammiertes
PPS-System. Modernen Anforderungen war es allerdings nicht mehr gewachsen. Steigende Auftragszahlen, neue Niederlassungen in neuen Ländern, eine ständig größer werdende Produktpalette und die Einführung des Euro veranlassten die Verantwortlichen zum Überdenken der Situation: Beate Paletar, ehemaliger Aufsichtsrat bei Schwarzmüller, unter deren Leitung eine Projektgruppe gebildet wurde, erinnert sich: „Wir entschieden uns für die Suche nach einer neuen hochintegrierten Informationstechnologie als Basis für die künftige Geschäftsentwicklung.“

Aus dem großen ERP-Software- Angebot kristallisierten sich mit der Erstellung eines Pflichtenheftes durch alle Abteilungen und der Kalkulation nach einem firmeninternen Schlüssel drei Anbieter heraus. Bei zehn Zweigwerken im In- und Ausland war einer der entscheidenden Faktoren die so genannte Multisitefähigkeit, also die Automatisierung logistischer Abläufe zwischen verschiedenen Werken. Sie minimiert die Aufwände werksübergreifender Zusammenarbeit und bietet die heute notwendige Flexibilität, um Kapazitäten unternehmensweit effektiv auszulasten.

Benötigte Software

Die Datenbestände eines Werkes sollen ohne umständliche Kopiervorgänge auch in anderen Werken verfügbar sein, also in Echtzeit zur Verfügung stehen. Die Werksbeziehungen werden vollständig im Wertefluss abgebildet und ein effektives Controlling aller unternehmensweiten Prozesse wird möglich.

Diese Bedingung erfüllten dann nur noch zwei Anbieter. Die Entscheidung fiel schließlich zu Gunsten der ERPKomplett- Lösung PSIpenta. „Das System entsprach am meisten den Anforderungen aus unserem Pflichtenheft“, schildert Paletar, „und der Implementierungs- und Schulungsaufwand waren weitaus geringer als beim
Mitbewerber.“

Für die Mitarbeiterschulung führten PSIPENTA-Berater zunächst eine dreitägige Grundschulung so genannter Keyuser durch. Die Berater vermittelten in diesem Intensivkurs ein breites Basiswissen und die Anwendung und Bedienung des neuen Systems. Dabei wurde das meiste Know-how durch die vielfältigen Prozessabbildungen erworben.

Die Key-user organisierten anschließend selbständig die weiteren Mitarbeiterschulungen
in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen. Die Umstellung von einer ASCII-Datenstruktur auf die Arbeit mit grafischer Benutzeroberfläche und Mausbedienung stellte dabei für die meisten wohl die gravierendste Änderung dar. Aber auch größtenteils manuelle Abläufe mit Papier- und Excel-Listen sowie individuellen Lösungen pro Mitarbeiter wurden in das neue Programm integriert.
Heute erfüllen alle Abteilungen ihre Aufgaben mit der neuen Software. Die anfängliche Skepsis der Mitarbeiter und der Mehraufwand in der Einführungs- und Startphase wurden zunehmend
geringer.

Systemumgebung

Das System kann von Schwarzmüller selbst bedient und administriert werden. Lediglich für die weiteren Projektschritte in den Niederlassungen wird noch die Unterstützung des Softwarehauses gebraucht. So wird schon jetzt die Produktionsstruktur mit wachsenden Stücklisten – von Sondereinzelfertigungen bis Kleinserien – über teilweise mehrere  Produktionsstätten von dem ERP-System unterstützt.

Paletar fasst zusammen: „Das Programm läuft stabil und performant, und die Funktionalitäten sind auf die produzierenden Mittelständler zugeschnitten.“

Leistungskennzahlen

Anhänger, Sattelanhänger und Kfz-Aufbauten haben die Schwarzmüller GmbH bekannt gemacht. Das 1870 in Passau gegründete Familienunternehmen hat ihr Hauptwerk heute im Oberösterreichischen Haibach. Dazu gekommen sind inzwischen sechs Niederlassungen
in Österreich und sieben weitere in Deutschland, der Schweiz und Osteuropa. 600 Mitarbeiter im Hauptwerk Haibach und weitere 900 in den übrigen Vertretungen machen die Gesellschaft zu Österreichs größter LKW-Anhänger- und Karosseriefabrik mit einer jährlichen Auslieferung von etwa 6000 Nutzfahrzeugen für ganz Europa.

Branche: Fahrzeugbau
Mitarbeiter: 2.000
User: 600
Werke: 13
Version: 7
Kunde seit: 2001
Fertigungstyp: Variantenfertigung
Produktionsprogramm: Herstellung von Aufbauten und Anhängern