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ERP Softm erleichtert Anbindung von Add-On-Programmen an die Standardumgebung
13.05.2009
Mit Hilfe des neuen Hauptaktionärs Comarch sowie zusätzlichen Partnerallianzen stemmt sich das Münchner Softwarehaus Softm gegen die aktuellen Marktturbulenzen. Künftig soll eine Add-On-Infrastruktur das Ecosystem des Münchner Herstellers bereichern

Im Pflichtenheft der Softm-Entwickler für das nächste Semiramis 5-Release stehen zwei Zielvorgaben: Stabile Schnittstellen für Add-On-Erweiterungen sowie neue Rahmenbedingungen für die Anbindung von branchenspezifischen Entwicklungsobjekten an die Standardumgebung. Die Zeit drängt, denn im ersten Quartal 2010 muss alles fertig sein. Dann soll das neue Major Release der betriebswirtschaftlichen Standardsoftware vom Stapel laufen. „Wir unterstützen damit vor allem Entwicklungspartner und bringen mehr Transparenz in unsere Partnerbeziehungen“, versichert Softm-Vorstandsmitglied Ralf Gärtner.
Unter dem Codenamen Magellan betreibt Softm die stärkere Öffnung seiner Java-basierten Unternehmenssoftware für das Enterprise Resource Planning (ERP) gegenüber Zusatzprodukten aus dem Partnerkreis. So genannte Hook-Schnittstellen sollen sicherstellen, dass bei Änderungen in den Standardstrukturen der ERP-Software die vorher genutzten Add-On-Programme weiterhin funktionsfähig bleiben, ein Releasewechsel folglich keine Neuentwicklung bei den Zusatzprogrammen erforderlich macht.
Eine weitere Erleichterung für Semiramis-Anwender durch feststehende Interfaces ergibt sich nach Firmenangaben bei der Kombination von Standardapplikationen mit branchenspezifischen Erweiterungen. Entwickelt beispielsweise ein Softm-Partner eine Routenplanung lässt sich dieses Add-On künftig in jeder Semiramis-Umgebung ab der neuen Version 5 einsetzen. Welche Add-Ons zur Verfügung stehen, wer Zugriff auf Downloads via Internet hat und welche Lizenzkosten das Partnerunternehmen bei Kauf der Zusatzprogramme erhebt, soll über ein Online-Portal mit elektronischem Katalog geregelt werden.
Während die Basisfunktionen und Standardanwendungen weiterhin ausschließlich aus dem Stammhaus von Softm kommen, können jetzt Partner mit einem Hook-Vertrag über eigene Add-On-Entwicklungssysteme den Funktionsumfang der Standardumgebung beliebig erweitern. Neben einer schnell anwachsenden Funktionsvielfalt ihrer Systemumgebung erwarten die Münchner Softwerker auch mehr Flexibilität bei den Releasezyklen. Da Änderungen im Standard keinen größeren Aufwand bei der Anpassung von zusätzlichen Programmmodulen hervorrufen, lassen sich Releasewechsel in kürzeren Abständen durchführen.




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