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„Auch im ERP-Markt wollen wir in die Champions League!“

14.09.2010

Im Gespräch mit Professor Janusz Filipiak, dem Gründer und CEO der Comarch Group Janusz Filipiak

Comarch, ein 1993 von Janusz Filipiak gegründetes Softwareunternehmen aus Krakau (Polen), hat sich zu einer der führenden IT-Firmen Zentral- und Osteuropas entwickelt und betreut heute mit 3.500 Mitarbeitern in 16 Ländern weltweit 57.000 Kunden.

In Deutschland ist Comarch seit dem Jahr 1999 aktiv, vor allem mit Consulting- und Integrationstätigkeiten. Im November 2008 wurde die Marktstellung hierzulande mit der Übernahme der traditionsreichen SoftM Software und Beratung AG ausgebaut, mit aktuell 80,89Prozent der SoftM-Anteile. Darüber hinaus wurde Comarch im Frühjahr als neuer Hauptsponsor der Fußball-Teams der Münchener „Löwen“.

Zuletzt konnte auch der lang anhaltende Abwärtstrend von SoftM gestoppt werden. Im ersten Halbjahr erzielte die mittlerweile in Comarch Software und Beratung AG umbenannte Tochter (siehe DV-Dialog 7-8/2010, S.2) einen Umsatz von 18,2 (Vorjahreszeitraum 19,85) Mio. Euro, im zweiten Quartal 9,4 (Vj. 9,88) Mio. Euro. Der Umsatz war damit, unter Berücksichtigung der Veränderungen im Konsolidierungskreis, konstant. Zu den Veränderungen zählen vor allem der Verkauf des Groupware-Bereichs sowie der Tochtergesellschaften in Tschechien und Polen im zweiten Halbjahr 2009 sowie der 30-Prozent-Beteiligung an der KEK Anwendungssysteme GmbH im Februar 2010.

Das Ergebnis konnte mit dem in der 2. Jahreshälfte 2009 umgesetzten Spar­programm deutlich verbessert werden, während gleichzeitig die Investitionen in die Produktentwicklung weiter erhöht und nur zu einem kleinen Teil (0,9 Mio. Euro) aktiviert wurden. Unterm Strich wurde der Verlust mehr als halbiert, von 5,37 Mio. auf 2,33 Mio. Euro. Das liegt auch daran, dass Comarch Ende Juni an zwölf Standorten nur noch 355 Personen beschäftigte (statt 405 wie ein Jahr zuvor). Zum Vergleich: SoftM hatte Mitte des Jahrzehnts mit 500 Mitarbeitern an 20 Standorten noch knapp 40 Mio. Euro Umsatz im ersten Halbjahr erwirtschaftet. Vor diesem Hintergrund befragten wir den Firmenchef Filipiak zu seinen Plänen mit der deutschen Tochter.

Herr Filipiak, als erklärter Fußball-Fan ­unterstützen Sie ja mit Sicherheit auch das Sponsoring des TSV 1860 München...
Janusz Filipiak: Da liegen Sie richtig, das Sponsoring des TSV 1860 unterstütze ich voll und ganz. Wie Sie vielleicht wissen, sponsern wir bereits den Traditionsverein MKS Cracovia, der in Polen in der 1. Liga sowohl im Fußball als auch im Eishockey spielt.

Der TSV 1860 ist ein Verein mit langer Tradition und starker Fangemeinde. Wir wollen als Sponsor dazu beitragen, dass der Verein wieder eine angemessene Rolle im Profifußball spielt, das heißt letztlich auch wieder in der 1. Liga, wohin er von seiner Geschichte und Bedeutung gehört. Natürlich tun wir das nicht nur, um den Sport zu fördern, sondern auch, um die Marke „Comarch“ bekannt zu machen und zu stärken.

Welche Parallelen, welche Unterschiede sehen Sie zwischen der Situation dieses Traditionsvereins und der Lage seines Sponsors?
Filipiak: Es gibt Unterschiede, aber auch interessante Parallelen. Comarch ist ein junges Unternehmen; der TSV 1860 gründet sich dagegen auf eine der längsten Traditionen im deutschen Fußball. Das ist eine reizvolle Kombination.

Eine Parallele besteht zu Comarch insofern, als auch wir in Deutschland ambitionierte Ziele verfolgen. In der Telekommunikationsbranche spielen wir bereits ganz oben mit; so arbeiten heute bereits Mobilfunkanbieter wie unter anderem T-Mobile und O2 mit unseren Softwarelösungen und Services. Mit E-Plus haben wir soeben einen Vertrag über 40 Mio. Euro abgeschlossen. Software und Services, im SaaS-Modell, stellen wir über unser Rechenzentrum bereit.

Unseren EDI-Service ECOD und die Loyalty-Lösungen für Kundenbindungsmanagement nutzen führende Handelsunternehmen wie etwa Real und Tchibo. Auch im ERP-Markt, wo wir durch die Übernahme von SoftM unsere Position in Deutschland gestärkt haben, wollen wir in die Champions League.

SoftM wurde von Comarch ja auch ­gekauft, um im deutschen Mittelstand zu reüssieren. Jetzt wurde die Tochter in Comarch umgetauft. Warum?
Filipiak: Wir wollen den Wert, für den der Name SoftM seit mehr als drei Jahrzehnten steht – Software- und IT-Lösungen, zugeschnitten auf die Anforderungen des Mittelstands – in die internationale Marke Comarch überführen. Würden wir den Namen SoftM beibehalten, hätten wir das Problem, zwei Marken pflegen zu müssen. Daher haben wir uns dafür entschieden, uns ganz auf Comarch zu fokussieren.

Nehmen Sie das Beispiel des Fußball-Sponsorings. Unsere Aktivitäten in Verbindung mit dem TSV 1860 können nur eine Marke fördern. Auf dem Trikot der 60er steht ein einziger Name; da ist kein Platz für eine zweite Marke. Wenn unser Mittelstandsgeschäft unter einem anderen Namen liefe, könnte es von solchen Aktivitäten nicht profitieren.

SoftM hat seit Jahren mit rückläufigen Umsätzen und Verlusten zu kämpfen. Wie wollen Sie das Unternehmen auf die Erfolgsspur zurückführen?
Filipiak: Wir sind bereits auf einem guten Weg dahin, wie Sie auch an der Entwicklung der Geschäftszahlen sehen können. Wenn Sie die jüngsten zwei Quartale betrachten, sehen Sie eine kontinuierliche Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum.

Wenn man einmal von konjunkturellen Faktoren absieht, haben die Umsatzrückgänge ihren Ursprung zum größten Teil in der Systemintegration. Das hat unter anderem mit dem allgemein rückläufigen System-i-Geschäft zu tun, aber auch mit strukturellen Veränderungen; das heißt, wir bewegen uns weg vom reinen Hardwaregeschäft hin zu Lösungsangeboten und schärfen unser Profil als Full-Service-Provider.

Diese Strategie beginnt zu greifen, wie auch an der Umsatzsteigerung des Systemintegrations-Bereichs im 2. Quartal 2010 zu sehen ist. Im Zentrum unseres Geschäfts steht nach wie vor die Business-Software. Auch im Krisenjahr 2009 hat SoftM kräftig in die Softwareentwicklung investiert; mit 9,7 Mio. Euro betrugen die Kosten der Software-Entwicklung im vergangenen Jahr 25 Prozent des Umsatzes. In hochmodernen Produkten und Lösungen, die exakt auf die Kundenanforderungen abgestimmt sind, sehen wir die wesentlichen Erfolgsgaranten. Für zusätzliches Wachstum sorgt der Channel-Vertrieb unserer Produkte, der fester Bestandteil unserer Strategie ist.

Auf Basis Ihrer bisherigen Erfahrungen mit den SoftM-Mitarbeitern, -Produkten und -Kunden: Welche Erwartungen haben Sie mittelfristig an ihre deutsche Tochter?
Filipiak: Aus wirtschaftlicher Perspektive erwarten wir schon kurzfristig wieder steigende Umsätze und bessere Rentabilität. Entscheidend sind dafür die von Ihnen genannten Faktoren. Wir verfügen über hochqualifizierte Mitarbeiter, innovative Produkte und viele treue Kunden im klassischen Mittelstand, der bekanntlich der Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft ist.

Dank der umfangreichen Investitionen in die Software-Entwicklung und der Nutzung von Synergien im Comarch-Konzern sind wir mit unserer Produktpalette optimal für den Mittelstand aufgestellt. Zusätzlich zu unseren ERP-, Finance- und DMS-Lösungen bieten wir heute innovative Ergänzungen.

Die Kunden können mit ECOD eine Lösung für die B2B-Kommunikation als modernen Service beziehen. Ebenfalls als Service steht unsere Lösung für das Kundenbindungsmanagement zur Verfügung. Auch im Bereich der IT-Infrastruktur können wir unseren Kunden gehostete Lösungen im Sinne des Cloud Computings anbieten. Das verkörpert heute mehr denn je das alte SoftM-Leitmotto: ‚Alles aus einer Hand’.

Ihre deutsche Tochter war ja selbst durch etliche Übernahmen gewachsen. Ist künftig ein Verkauf oder eine Verselbstständigung von Teilen geplant, wie z.B. der MBO des Groupware-Bereichs?
Filipiak: Die Tochter bildet konzeptionell eine Einheit: innovative Business-Software für den Mittelstand, dazu Beratungsleistungen und IT-Infrastrukturangebot. Groupware und darauf basierende Lösungen bilden einen Spezialbereich, den wir nicht als unsere Kernkompetenz ansehen und daher verkauft haben.

SoftM hatte diesen Bereich ursprünglich aufgebaut, um seine Kunden auch im Bereich Kommunikation und Kollaboration mit E-Mail-, Kalender- und Terminplanungsfunktionen unterstützen zu können. Da besteht heute kein Bedarf mehr, da diese Programme inzwischen wie Office-Software zur Grundausstattung jedes Unternehmens gehören. Daher geht es im Groupware-Bereich heute um darauf aufsetzende Speziallösungen von Drittanbietern, deren Vertrieb wir nicht als Teil unserer Kernkompetenz betrachten. Weitere Ausgliederungen sind nicht geplant.

Beispiel Infostore: Warum ist Archivierung für Comarch so wichtig, dass Sie Infostore nicht mehr abgeben möchten?
Filipiak: Im Bereich Dokumentenmanagement sind wir Entwickler eigener Softwareprodukte, die bestens im Markt etabliert sind. Die DMS-Lösung Infostore ist darüber hinaus eng in unsere Business-Softwarelösungen integriert. Diesen Bereich betrachten wir als wichtigen Teil unserer Kernkompetenz und werden ihn daher weiter ausbauen.

Infostore ist eine hervorragend bewährte Software, die im System-i-Markt im deutschsprachigen Raum eine führende Stellung einnimmt. Wir stärken diese Position, indem wir zusätzliche Ressourcen für die Produktentwicklung bereitstellen. Über die Plattform System i hinaus ist Infostore heute auf Windows- und Linux-Servern verfügbar. Die Client-Applikationen sind komplett erneuert und zählen zum Modernsten, was heute im DMS/ECM-Markt verfügbar ist.

Ein Beispiel für internationale Zusammenarbeit bei der Software-Entwicklung…
Filipiak: Bei der Weiterentwicklung von Infostore ergänzen sich unsere Entwicklungsabteilungen ideal. Die Entwickler in Buchs konzentrieren sich auf die Anwendungsseite, in Krakau werden die Serverprogramme für unterschiedliche Betriebsysteme und Datenbanken realisiert.

Dadurch konnte Infostore in relativ kurzer Zeit einen Technologiesprung vollziehen und bietet heute hohe Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit, effiziente Lastverteilung, Plattformunabhängigkeit sowie Client-Applikationen mit modernster Ergonomie.
Infostore ECM ist nun die neue Softwaregeneration, die uns den Weg in eine neue Welt des Dokumentenmanagements öffnet. Wir haben den Zusatz ECM angehängt, um diese grundlegende Neuerung zu markieren. Enterprise Content Management bedeutet, dass die archivierten Dokumente als Wissensdatenbank bereit stehen und in alle Prozesse eingebunden werden können.

Die neue Technologiebasis mit Java-Middleware macht dies möglich. Wir werden künftig auch einzelne Bausteine von Infostore vermarkten, die sich in unterschiedliche Anwendungsumgebungen integrieren lassen. Gerade sind wir dabei, eine iPhone-App für Infostore fertig zu stellen, die im Herbst allgemein verfügbar sein wird. Release 11 wird – passend zum Namen – 2011 auf den Markt kommen.

Anderes Beispiel Schilling: Wie geht es weiter mit den kaufmännischen Softwarelösungen für den „kleineren“ Mittelstand?
Filipiak: Das Schilling Rechnungswesen ist eine im deutschen Mittelstand bestens etablierte Produktlinie, die wir konsequent weiterentwickeln. Schilling setzt Maßstäbe im Rechnungswesen und bietet stets wegweisende Funktionalität, wie etwa im neuen Release die komfortable Funktion für automatische Abgrenzbuchungen. Keine Frage, eine solch exzellente Software, die den Bedarf ihrer Zielgruppe optimal bedient, hat einen festen Platz in unserem Portfolio.

Eine Problemzone bei SoftM ist der früher einmal florierende Geschäftsbereich Systemintegration. Ist die Strategie dahinter, dem Mittelstand IT-Komplettangebote aus einer Hand zu machen, noch zeitgemäß?
Filipiak: Dieses Konzept ist zeitgemäß wie eh und je. Man kann sogar von einer Renaissance sprechen; denn hinter den aktuellen Trends ‚SaaS’ und ‚Cloud Computing’ steht doch der Wunsch der Anwender, dass die für ihr Geschäft wichtigen Applikationen einfach verfügbar sein sollen und dass man sich um das, was dahinter steht, nicht kümmern muss. Das kann als Service via Internet geschehen; aber auch als Bereitstellung einer Komplettlösung vor Ort.

Kann Verstärkung aus Polen helfen, da Systemintegration doch zu den Kernkompetenzen der Mutter Comarch zählt?
Filipiak: Durch die zusätzlichen Projekterfahrungen und Produkte im Konzern wird das Spektrum erweitert. Den starken Fokus auf IBM und System i haben wir unter anderem durch Kompetenz für HP und andere Hersteller ergänzt. Dadurch ist die Systemintegration heute breiter aufgestellt.

Hinzu kommen unsere Rechenzentren. Auch in Deutschland werden wir noch in diesem Jahr mit dem Bau eines neuen RZ beginnen. Durch unsere RZ bieten wir Software as a Service – SaaS – und auch Infrastrukturservices via Internet an, seien es Services für Backup und Recovery oder den Betrieb eines Unternehmensnetzes. Wir positionieren uns damit auch im Bereich der Systemintegration als Anbieter von Cloud Services.

Welche Bedeutung messen Sie der Plattform IBM i bei?
Filipiak: Durch ihren großen Umfang integrierter Funktionen ist die Plattform hervorragend für den Mittelstand geeignet und somit unverändert ein wichtiger Bestandteil unseres Portfolios. Gleichzeitig gibt es viele mittelständische Firmen, die aus der Historie oder welchen Gründen auch immer andere Plattformen favorisieren. Daher ist es gut, nicht auf eine Plattform festgelegt zu sein.

Hat Comarch nicht zu viele Produkte im Kerngeschäft mit ERP-Software? Wollen Sie sich von Produkten trennen?
Filipiak: Nein. Die Vielfalt ist gut, da damit unterschiedliche Bedürfnisse adressiert werden. Bewährte Lösungen im System-i-Umfeld wie SoftM Suite, Schilling und DKS sind fester Bestandteil unseres Portfolios, da sie die Bedürfnisse ihrer jeweiligen Klientel sehr gut erfüllen. Daher haben wir das Versprechen gegeben, diese Produkte mindestens bis 2020 weiterzuführen.

Wenn ein Unternehmen aber eine plattformunabhängige Lösung will oder eine komplette Webbasierung der Software wünscht, dann ist Comarch Semiramis das System der Wahl. Wenn eine Lösung für das Small Business mit klarer Ausrichtung auf die Microsoft-Welt gesucht wird, können wir mit Comarch Altum die passende Lösung bieten. Wir befinden uns mit unserem Portfolio in einer komfortablen Position. Und ich denke, dass es kaum einen ERP-Hersteller gibt, der mit komplett neu entwickelten Produkten wie Semiramis und Altum so gut wie Comarch für die Dynamik des Marktes gerüstet ist.

Sie investieren in die Neuentwicklung eines Rechnungswesens für Semiramis. Warum?
Filipiak: Die Semiramis-Anwender wünschen eine Rechnungswesenlösung, die nahtlos in die anderen Anwendungsbereiche integriert ist und auch die gleiche Bedienoberfläche hat. Kurz gesagt, eine Lösung aus einem Guss. Das ist nur auf Basis der Semiramis-Technologie möglich.

Wir haben daher nach der Übernahme der SoftM-Aktienmehrheit ein Projekt aufgesetzt, um diese Lösung neu zu entwickeln. Im Konzern verfügen wir über die nötigen Ressourcen, um solch ein Großprojekt zügig voranzutreiben. Entwickler aus München, Bremen, Hannover und Warschau sind daran beteiligt und haben in den vergangenen eineinhalb Jahren eine komplett neue Rechnungswesenlösung entwickelt, die jetzt in die Phase der Betatests geht.

Wird es auch standalone vermarktet werden wie sein Vorgänger Sharknex?
Filipiak: Das Semiramis-Rechnungswesen ist zum einen für die Aufgaben innerhalb der Semiramis-Umgebung konzipiert, aber zum anderen ebenso für die allgemeine Vermarktung als moderne Rechnungswesenlösung für den Mittelstand, wo wir mit rund 3.000 Kunden eine starke Marktposition in den deutschsprachigen Ländern innehaben. Diese Position wollen wir damit weiter ausbauen.

Was sind neben dem neuen Rechnungswesen für Semiramis die wichtigsten Entwicklungsprojekte bei SoftM?
Filipiak: Eine wichtige Neuerung im ERP-Bereich ist das App-Center, das wir für Comarch Semiramis aufbauen. Wir selbst wie auch Drittanbieter können auf Basis Release-unabhängiger Schnittstellen Add-ons für Semiramis zur Verfügung stellen. Das können Branchenlösungen sein, aber zum Beispiel auch Lösungen für das Mobile Computing.

Wir sind damit imstande, schnell auf neue Marktanforderungen zu reagieren. Bei Altum ist u.a. die Weiterentwicklung der Retail-Version hervorzuheben. Wir versetzen Handelsunternehmen heute in die Lage, ihre verschiedenen Verkaufskanäle – Groß- und Einzelhandel sowie E-Commerce mit einer flexiblen Softwarelösung zu unterstützen.

Welche Relevanz haben Themen wie SaaS oder Cloud Computing für den ERP-Markt?
Filipiak: Heute entscheiden sich immer mehr Anwender für SaaS, nicht nur im ERP-Bereich, sondern auch bei EDI. Wir rechnen hier mit weiter zunehmender Akzeptanz und kontinuierlichem Wachstum des Marktes. Unsere Softwareprodukte sind dafür konzipiert und wir haben eigene Rechenzentren, so dass wir als Full Service Provider eine Lösung aus einer Hand bieten können. Wir werden unsere Services und Kapazitäten weiter ausbauen. Unsere Ziel ist klar: Comarch wird eine führende Rolle bei SaaS und Cloud Computing spielen.